In loser Folge wirds hier jetzt ab und zu ein Gedicht geben. Das hatte ich früher schon mal auf meiner ersten Institutshomepage und es wurde ziemlich oft gelesen … schaun wir mal.
Deine Seele, die die meine liebet,
Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet.
Strahl in Strahl, verliebte Farben,
Sterne, die sich himmellang umwarben.
Unsere Füße ruhen auf der Kostbarkeit,
Maschentausendabertausendweit.
Süßer Lamasohn auf Moschuspflanzenthron,
Wie lange küßt Dein Mund den meinen wohl
Und Wang die Wange buntgeknüpfte Zeiten schon?
Jedes Mal wenn ich eine Apfeltasche sehe oder esse muß ich an den traurigen Tag denken, als die kleine Bäckerei bei meinem Büro um die Ecke zu machte. Dort gabs Apfeltaschen mit selbst gekochtem Apfelmus mit Nußstückchen drin. Hier gabs auch noch die original “Mohrenköpfe” (ja, ich weiß, politisch völlig inkorrekt, so heißen die Dinger aber nun mal
Leider war der Bäcker irgendwann im Rentenalter und die Bäckerei so klein, daß sich kein Nachfolger fand. Schade – ich vermisse Leute, denen so einfache Dinge wie eine Apfeltasche wichtig sind.
Es geschah vor Jahren, daß ich beruflich nach Wiesbaden mußte. Das ist jetzt nichts schlimm, weil Wiesbaden eine schöne Stadt ist und die Leute dort (meistens) nett. Problematisch war nur, daß mein Standardhotel dort ausgebucht war, weil zeitgleich mit meinem Bersuch eine Konferenz statt fand – unverschämt eigentlich. Jedenfalls war das einzige nicht ausgebuchte Hotel das SAS Radisson “Schwarzer Bock”.
Die SAS Webseite wies einen gerade noch erträglichen Preis für eine “Internet Sonderrate” aus, ich wollte jedoch telefonisch buchen und fragte nach einem preiswerten Einzelzimmer.
Tastaturgeklapper am anderen Ende der Letung und die Dame in Wiesbaden meinte: “Ich kann Ihnen da ein Zimmer für 1xx € anbieten”
“Aber im Internet gibts ein Angebot für 99 € … ?”
Hektisches Tastaturgeklapper: “Ah ich sehe, ja das haben wir auch, aber das ist ein ausgesprochenes Einzelzimmer …”
” Das bedeutet … ?”
“Das immer ist recht klein und wirklich nur für 1 Person geeignet.”
“Da ich ja auch ein Einzelzimmer möchte: kein Problem.”
Geeinigt, gebucht, angereist. Ich werde zum Zimmer gebracht, die altmodisch opulente schalldichte Doppeltüre öffnet sich und ich stehe in einem sehr geräumigen Zimmer mit extra Bad, in dem sich eine 3-köpfige Familie locker ein paar Tage hätte aufhalten können. Nachdem der Page weg ist, denke ich, die haben mir aus irgendwelchen Gründen bestimmt ein größeres Zimmer gegeben. Ein Blick auf den Fluchtplan offenbart aber: es handelt sich tatsächlich um das kleinste Zimmer auf dieser Etage
Manchmal gibt es ja merkwürdige Geschichten. Wie zum Beispiel die von Matt Rach, der als 15-jähriger bei einer auf Youtube stattfindenden Aktion eine eigene Metal-Version von Pachelbels Canon auf einer E-Gitarre einspielte. Mittlerweile ist er über 20 und professioneller Musiker – seinen Witz und seine unglaubliche Technik hat er aber immer noch. Prädikat: sehens- & hörenswert!
Letztlich waren die Schwiegereltern in Italien in Urlaub. Dazu haben sie nach einem Hotel gesucht, in dem auch Haustiere erlaubt sind, weil sie ihren Cairn-Terrier mitnehmen wollten. Leider wollte gerade das ausgewählte Wunschhotel keine Tiere aufnehmen. Also hat meine Schwiegermutte dort angerufen und gefragt, wie streng man das sehe.
Als sie die Hunderasse erwähnte, sagte man ihr, sie möge doch einfach mal ein Foto des Tieres faxen. Das würde man dem Hoteldirektor vorlegen und der würde das entscheiden.
Gesagt, getan. 30 Minuten später kam die Antwort aus Italien: “Das sei ja nur ein toy dog, das gehe schon in Ordnung” ;o)
Zu der Zeit als ich noch studierte, gingen wir vom Institut aus häufiger mal in einem nahe gelegenen HIT Markt einkaufen. In diesem Supermarkt gabs eine eigenständige Metzgerei. Man bekam dann eine Tüte mit einem Barcode-Aufkleber und zahlte die Sachen an der Supermarktkasse zusammen mit den anderen Lebensmitteln.
Problematisch war jetzt eigentlich nur, daß die Fleischerei auf den schönen Namen “Fuck” hörte und die Kassiererin des Supermarktes sich prima aufregen konnte. Das nutzte einer meiner Kollegen gerne mal aus, und lud die Fleischtüte mit folgender lauter Bemerkung aufs Rollband: “Und wieder das gute Fleisch von FUCK”, wobei er den Namen englisch aussprach. Das führte jedesmal zu einem Touretteanfall bei der Kassiererin und zu Heiterkeitsausbrüchen bei meinem Kollegen …
In einem sehr lesenswerten Blogartikel hat Ulrike Langer die letztlich von Hubert Burda geforderte Verwertungsabgabe von Suchmaschinen an Verlage als das enttarnt, was es ist: ein Ruf nach dem Staat, weil die Verlage es bisher nicht geschafft haben, ein gangbares Verwertungsmodell für ihre Inhalt zu finden. Suchmaschinen erfüllen (auch für Verlagswebseiten) eine wichtige und kostenlose Dienstleistung: die führen den Seiten Besucher zu. Um nichts anderes geht es im Web. Wenn ein Verlag dies nicht möchte ist es ein Leichtes, die Indizierung in Suchmaschinen zu unterbinden.
Und seien wir ehrlich: erstens ist fraglich, ob es so etwas wie Qualitätsjournalismus überhaupt gibt und zweitens wird dieser falls existent nicht von Verlagen sondern von Journalisten erbracht. Und gute Journalisten werden immer eine Publikationsmöglichkeit incl. des zugehörigen Verdienstes finden. Könnte nur sein, daß dies ohne die Verlagshäuser geschieht. Böse wäre ich darum nicht.