In einem sehr lesenswerten Blogartikel hat Ulrike Langer die letztlich von Hubert Burda geforderte Verwertungsabgabe von Suchmaschinen an Verlage als das enttarnt, was es ist: ein Ruf nach dem Staat, weil die Verlage es bisher nicht geschafft haben, ein gangbares Verwertungsmodell für ihre Inhalt zu finden. Suchmaschinen erfüllen (auch für Verlagswebseiten) eine wichtige und kostenlose Dienstleistung: die führen den Seiten Besucher zu. Um nichts anderes geht es im Web. Wenn ein Verlag dies nicht möchte ist es ein Leichtes, die Indizierung in Suchmaschinen zu unterbinden.
Und seien wir ehrlich: erstens ist fraglich, ob es so etwas wie Qualitätsjournalismus überhaupt gibt und zweitens wird dieser falls existent nicht von Verlagen sondern von Journalisten erbracht. Und gute Journalisten werden immer eine Publikationsmöglichkeit incl. des zugehörigen Verdienstes finden. Könnte nur sein, daß dies ohne die Verlagshäuser geschieht. Böse wäre ich darum nicht.