Toy dogs erlaubt

Letztlich waren die Schwiegereltern in Italien in Urlaub. Dazu haben sie nach einem Hotel gesucht, in dem auch Haustiere erlaubt sind, weil sie ihren Cairn-Terrier mitnehmen wollten. Leider wollte gerade das ausgewählte Wunschhotel keine Tiere aufnehmen. Also hat meine Schwiegermutte dort angerufen und gefragt, wie streng man das sehe.

Als sie die Hunderasse erwähnte, sagte man ihr, sie möge doch einfach mal ein Foto des Tieres faxen. Das würde man dem Hoteldirektor vorlegen und der würde das entscheiden.

Gesagt, getan. 30 Minuten später kam die Antwort aus Italien: “Das sei ja nur ein toy dog, das gehe schon in Ordnung” ;o)

Und jetzt wieder das gute Fleisch von Fuck!

Zu der Zeit als ich noch studierte, gingen wir vom Institut aus häufiger mal in einem nahe gelegenen HIT Markt einkaufen. In diesem Supermarkt gabs eine eigenständige Metzgerei. Man bekam dann eine Tüte mit einem Barcode-Aufkleber und zahlte die Sachen an der Supermarktkasse zusammen mit den anderen Lebensmitteln.

Problematisch war jetzt eigentlich nur, daß die Fleischerei auf den schönen Namen “Fuck” hörte und die Kassiererin des Supermarktes sich prima aufregen konnte. Das nutzte einer meiner Kollegen gerne mal aus, und lud die Fleischtüte mit folgender lauter Bemerkung aufs Rollband: “Und wieder das gute Fleisch von FUCK”, wobei er den Namen englisch aussprach. Das führte jedesmal zu einem Touretteanfall bei der Kassiererin und zu Heiterkeitsausbrüchen bei meinem Kollegen …

Enttarnung eines angeblichen Kulturguts

In einem sehr lesenswerten Blogartikel hat Ulrike Langer die letztlich von Hubert Burda geforderte Verwertungsabgabe von Suchmaschinen an Verlage als das enttarnt, was es ist: ein Ruf nach dem Staat, weil die Verlage es bisher nicht geschafft haben, ein gangbares Verwertungsmodell für ihre Inhalt zu finden. Suchmaschinen erfüllen (auch für Verlagswebseiten) eine wichtige und kostenlose Dienstleistung: die führen den Seiten Besucher zu. Um nichts anderes geht es im Web. Wenn ein Verlag dies nicht möchte ist es ein Leichtes, die Indizierung in Suchmaschinen zu unterbinden.

Und seien wir ehrlich: erstens ist fraglich, ob es so etwas wie Qualitätsjournalismus überhaupt gibt und zweitens wird dieser falls existent nicht von Verlagen sondern von Journalisten erbracht. Und gute Journalisten werden immer eine Publikationsmöglichkeit incl. des zugehörigen Verdienstes finden. Könnte nur sein, daß dies ohne die Verlagshäuser geschieht. Böse wäre ich darum nicht.

Man solls ja nicht übertreiben …

Ich erinnere mich noch gut, als ich ein Teenager war (das muß kurz nach den punischen Kriegen gewesen sein), da hatte ein Freund von mir Geburtstag. Wir schauten kurz bei seiner Oma vorbei, die das Nachbarhaus bewohnte. Dirks Oma war eine waschechte Bäuerin vom alten Schlag, da wurde gespart, daß die Schwarte krachte. So wurden zum Beispiel Kaffeefiltertüten nach Gebrauch ausgewaschen und getrocknet. Möchte nicht wissen, ob die Wassermenge dafür nicht teurer war als der Wert einer einzelnben Filtertüte.

Nun waren wir jedenfalls da und die Oma bestand darauf, Dirk ein Geburtstagsgeschenk zu machen. Sie schlurfte also ins Nebenzimmer und kam mit einem 20 DM Schein zurück. Dirk nahm ihn entgegen und sagte (wiue man das als wohlerzogener Teenager so tut): “20 DM? Das wäre doch nicht nötig gewesen, Oma”

Daraufhin nahm sie ihm den Schein wieder ab und schlurfte zurück nach nebenan mit den Worten: “Ja wenn das zuviel ist, dann warte mal”. Zurück kam sie mit einem Zehner und präsentierte diesen mit: “Dann tuts der ja auch oder?”

Merke: nie zu höflich sein ;)

Rezept: Thunfisch-Toast

Personen: 2

Thunfisch-Toast

Thunfisch-Toast

Zubereitungszeit: 10 min.

Schwierigkeit: einfach

Zutaten:

  • 1 Dose Thunfisch in Wasser
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Dose Mais
  • 1 EL Petersilie (frisch oder TK Petersilie)
  • Pfeffer, gemahlen
  • geriebener Käse (Menge nach Geschmack)
  • 1 Toastbrot (vorzugsweise Körner- oder Vollkorntoast, am besten in Sandwich-Größe)

Zubereitung:

Thunfisch in eine Schüssel krümeln und mit einer fein gehackten Zwiebel, der Dose Mais, einem EL Petersilie und frisch gemahlenem Pfeffer (nach Geschmack) mischen. Toastscheiben kurz rösten (nicht zu braun), mit einer Schicht Thunfischmischung  belegen und mit geriebenem Käse nach Wahl belegen. 2-3 Minuten bei 225°C in dem mit Oberhitze vorgeheizten Backofen schieben. Fertig ;)

Was hilft eigentlich gegen MLM? MLM!

Vor längerer Zeit war ich beruflich häufiger in Nürnberg unterwegs. Da kam es dann vor, daß ich schon mal ein Stündchen in der DB Lounge des dortigen Hauptbahnhofs verbrachte. Wer die DB Lounges anderer Bahnhöfe kennt sollte nicht zu viel erwarten, die in Nürnberg ist winzig ;) Das bedeutet, man hört jedes Gespräch mit.

Da begab es sich dann eines Abends, daß ich Zeuge wurde, wie sich zwei MLM Typen unterhielten. Diese Menschen können ja anscheinend genetisch nicht anders, als anderen Leuten ihren Marketingsülz aufzudrücken, jedenfalls weiß ich seit diesem Tage, daß es auch für MLM’ler eine gerechte Strafe gibt: nämlich wenn sie aufeinander treffen.

Diese beiden Herren versuchten tatsächlich sich gegenseitig ihre Systeme zu verkaufen. Keiner der beiden erkannte, daß der andere gerade dasselbe machte. So haben die beiden bis zur totalen Erschöpfung aufeinander ein geredet. Ich mußte mich irgendwann ein Stück weg setzen, sonst hätte mir das Ohr angefangen zu bluten.

Ist doch schön, wenn sich Gier & Ignoranz so auf das trefflichste paaren oder? ;)

PS: Für die, die sich vielleicht nicht so damit auskennen: MLM steht für Multi-Level Marketing und bedeutet, daß man jedem, der nicht bei 3 auf einem Baum ist versucht etwas aus dem eigenen System aka ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen. Einen guten Artikel dazu gibt es auf Wikipedia. Viele MLM Systeme sind schneeballartig aufgebaut, was ihnen reichlich Kritik eingebracht hat.

Die “Ich hasse dich”-Diät

Ein Studienfreund meinte mal: “Ich mach jetzt wieder Diät. Die ‘ich hasse dich’ Diät!”

Auf meine Frage, was das denn sei erklärt er: “Ich gehe an einer Bäckerei vorbei, sehe den Kuchen im Fenster an und denke: ‘Ich HASSE dich, ich HASSE dich’”

Darauf meine Gegenfrage: “Und dann?”

Seine Antwort: “Na ich gehe natürlich rein und esse ein Stück! Aber ich HASSE jeden Bissen”

Lebenslänglich ist …

Szene aus einer Fachinformatikerumschulung der Aachener Handwerkskammer, an der auch zwei Rehabilitanden / Freigänger der Justizvollzugsanstalt teilnahmen:

Trainer: Sind Sie der aus der JVA?

Teilnehmer: Ne, ich bin verheiratet – das ist so ähnlich.

Es war einmal in Irland

Vor Jahren haben wir in Irland Urlaub gemacht. Wir hatten ein schönes kleines Ferienhaus in einem kleinen Ort im County Kerry gemietet. Ankunftstag war Samstag, weil wir den Flieger ab Dublin verpaßt hatten kamen wir recht spät an und fragten uns, wo wir noch etwas einkaufen könnten.

Unten im Ort gab es einen klitzekleinen Laden, der wirklich alles verkaufte, auch frisches, selbstgeschlachtetes Lammfleisch. Also kletterten wir im strömenden Regen in den Leihwagen (ein dunkelgrüner Ford Ka, wie sich das für Irland gehört) und fuhren ins Dorf. Leider war der Parkplatz auf der anderen Straßenseite, so daß wir klatschnaß waren, als wir den Laden betraten.

Wie wir so tropfend auf der Fußmatte stehen, meint der steinalte Metzger von hinten aus dem Laden: “Ho ho, it’s not so nice today, isn’t it?” … irischer Humor ;)

Rückblick: ein Tag Home Office im April

Ich dachte mir, ich zeige mal, wie das so aussieht, wenn ich “Home Office mache”. Da hätten wir zunächst mal den Arbeitsplatz:

Wir nennen es Arbeitsplatz

Wir nennen es Arbeitsplatz

Das richtige Ambiente erreicht man natürlich nur durch eine korrekte Balkonbegrünung. Bei mir gehört da unbedingt immer Lavendel dazu:

Lavendel

Lavendel

Und irgendwas an Kräutern oder Gewürzen. Das ausgefalleste dabei sind momentan ein nicht sehr ansehnlicher Ananas-Salbei und dieses Wunderkraut hier, eine Pfefferminze, die (auch) nach Erdbeeren riecht:

Erdbeerminze

Erdbeerminze

Der Topf ist mittlerweile übrigens komplett “bewaldet” – Minze wächst wie die Hölle und sllte nur in Töpfen gezogen werden, da sie sich ähnlch wie Brennesseln durch kriechende Wurzelnetze ausbreitet.

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